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    Zentralismus verstärkt die Abwanderung aus ländlichen Regionen

    Bundesminister Heinz Faßmann besuchte das Institut der Regionen Europas (IRE):
     
    Stark zentralistisch organisierte Länder haben wesentlich mehr Probleme mit der Abwanderung der Bevölkerung aus ländlichen Regionen und Grenzgebieten als dezentrale oder föderalistische Staaten, erklärte der österreichische Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Heinz Faßmann anlässlich eines Besuches im Institut der Regionen Europas am 17. September 2018. Faßmann, selbst Universitätsprofessor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung, erhielt diese Analyse durch mehrere wissenschaftliche Projekte im Donauraum bestätigt. Als besonderes Beispiel nannte er Serbien, ein stark zentralisiertes Land, in dem die Migration aus den ländlichen Regionen in den Zentralraum Belgrad oder überhaupt in das Ausland besonders gravierend ist. Es zeige sich – so Faßmann – dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Zentralismus und regionalen Disparitäten gäbe. Dezentralisierung und sinnvoller Rückbau von Zentralisierungsmaßnahmen in der Peripherie sei deshalb regionalpolitisch durchaus sinnvoll, erklärte Minister Faßmann.

    Der Vorsitzende des IRE, Franz Schausberger, wies darauf hin, dass sich in einem föderalistischen Staat die politisch Verantwortlichen in den Regionen verpflichtet fühlten, für die Menschen in den entlegenen ländlichen Gebieten lebenswerte Verhältnisse zu schaffen. Schließlich wollten sie ja bei den nächsten regionalen Wahlen wiedergewählt werden. Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählten eine gute Verkehrsanbindung und eine ausgezeichnete Versorgung mit schnellen Breitbandverbindungen.

    Bundesminister Faßmann begrüßte die zahlreichen Aktivitäten des IRE zum Thema Landflucht mit dem Ziel, Lösungsansätze für besonders betroffene Regionen zu bieten.
     


    Bundesminister Heinz Faßmann mit IRE-Vorstandsvorsitzenden Franz Schausberger
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