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    Rechtsaußen-Kandidat Marsilio wird neuer Präsident der Abruzzen

    Rechtsruck bei Regionalwahl in Abruzzen:

    Im Kontext der politischen Situation in Italien kann die Wahl von Marco Marsilio von der Partei Fratelli d’Italia bei den Regionalwahlen in den Abruzzen am 10. Februar 2019 als ein Sieg der extremen Rechten gelesen werden. Fratelli d’Italia ist eine kleine rechtsextreme Partei, die bei den Parlamentswahlen 2018 die Wahlschwelle von 3% kaum überschritten und mit 4,3% der Stimmen insgesamt 19 Sitze im italienischen Parlament erreicht hat. Für diese kleine Partei, die erstmals einen regionalen Präsidenten stellt, ist dies ein außerordentlicher Erfolg.
    Der Senator Marsilio, einer der Hauptakteure der Entwicklung dieser Partei, wurde letzten Monat mit 48,03% der Stimmen zum neuen Präsidenten der Region Abruzzen gewählt und schlug den Gegner der Mitte-Links-Koalition, Giovanni Legnini (31,28%), und Sara Marcozzi von M5S (20,20%). Mit 6,44% der Stimmen hat Fratelli d‘Italia bei diesen Wahlen das Ergebnis von 2,90% vor fünf Jahren verdoppelt.
     
     Die Ergebnisse der Regionalwahl in den Abruzzen
     
    Der Kandidat Marco Marsilio wurde nicht nur aufgrund der Präferenzen seiner Partei gewählt, sondern vor allem wegen der Unterstützung einer Koalition mit der Lega. Tatsächlich betrugen die Stimmen der Mitte-Rechts-Liste insgesamt 299.949, von denen 165,008 (also mehr als die Hälfte) von der Lega erzielt wurden. Sie erhielt bei diesen Regionalwahlen allein 27,53% der Gesamtstimmen.
     

    Die Anführer der Mitte-Rechts-Koalition bei den Regionalwahlen in den Abruzzen. Im Bild (von links nach rechts): Matteo Salvini (Lega), Marco Marsilio (Spizenkandidat FdI), Giorgia Meloni (Präsidentin FdI) und Silvio Berlusconi (Forza Italia); Quelle: Ansa
    Quellen:
    https://elezioni.repubblica.it/2018/cameradeideputati
    https://en.wikipedia.org/wiki/2019_Abruzzo_regional_election
    http://contropiano.org/news/politica-news/2019/02/11/elezioni-in-abruzzo-unanalisi-del-voto-0112331 


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