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    Lokalwahlen in Kroatien: Stichwahlen in allen größeren Städten stehen noch bevor

    Wahlen in Kroatien – Ergebnisse der ersten Runde. Lokalwahlen im Gange. Wahlbeteiligung höher als vor vier Jahren

    Die erste Runde der Lokalwahlen in Kroatien fand am Sonntag den 21. Mai statt. Rund 3,7 Millionen Wahlberechtigte wurden aufgerufen, Gespanschaften, BürgermeisterInnen sowie lokale und regionale VertreterInnen zu  wählen. Die Lokalwahlen haben keine endgültigen Ergebnisse in mehreren größeren Städten, darunter die Hauptstadt Zagreb,  gebracht: In vier Städten (Zagreb, Split, Rijeka und Osijek), wo die KandidatInnen im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreichten, finden am 4. Juni Stichwahlen statt.

    In Zagreb wird der langjährige Bürgermeister Milan Bandic (BM 365), der 30,87 Prozent der Stimmen erhalten hat, in der Stichwahl im Juni von Anka Mrak-Taritas (HNS-LD) herausgefordert, die 24,48 Prozent der Stimmen gewinnen konnte. Die Wahl in Zagreb brachte für die regierende rechtskonservative HDZ eine Niederlage, die innerhalb der HDZ zu Diskussionen führen könnte. Andererseits hat die HDZ auf der regionalen Ebene gut abgeschnitten. Bei der Wahl der Gespane führt sie in 13 von 20 Gespanschaften.

    Der amtierende Sozialdemokrat Vojko Obersnel (SDP), der Rijeka seit 2000 leitet, führt nach der ersten Runde mit 40 Prozent vor dem Herausforderer, den Unabhängigen Hrvoje Buric (17,5 Prozent). In Osijek geht der amtierende unabhängige Bürgermeister Ivica Vrkic, mit einem Vorsprung in die Stichwahl: Er erhielt 37 Prozent vor seiner Herausforderin Ivana Sojat (HDZ), die 17 Prozent erreichte. In der zweitgrößten Stadt Split erhielt der ehemalige Bürgermeister Zeljko Kerum, der vor vier Jahren abgewählt wurde, 30,4 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer in der Stichwahl, HDZ-Kandidat Andro Opara, hingegen 26,2 Prozent.
     
    Der Wahlkampf war überschattet vom Zerfall der Regierungskoalition der rechtskonservativen HDZ und der liberal-konservativen Partei Most. Insofern gelten diese Wahlen als Stimmungstest für eine mögliche vorgezogene Parlamentswahl.
     
    Die seit Juni 1991 unabhängige Republik Kroatien am Westbalkan trat am 1. Juli 2013 der Europäischen Union bei.
     
     

    Quelle:
    www.orf.at
    www.diepresse.de
    www.derstandard.at

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