Institut IRE

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    Rumänischer Kreis Alba ist neuestes IRE-Mitglied

    IRE-Familie um neues Mitglied reicher:
     
    Das Institut der Regionen Europas (IRE) freut sich, das jüngstes Mitglied des IRE-Netzwerks, den Kreis Alba, bekannt zu geben. Die Region ist einer der 16 Kreise in der zentral-west-rumänischen Entwicklungsregion Centru und befindet sich in der historischen Region Siebenbürgen. Mit einer Gesamtfläche von 6.242 km², von denen 59% Bergland sind, ist Alba eines der historisch bedeutendsten Gebiete von Siebenbürgen und war schon immer ein zentraler Bestandteil des politischen, religiösen und kulturellen Lebens der Region.
    Spuren menschlichen Lebens in der Region reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wo sich in den intermontanen Tälern der Region viele Siedlungen befanden, deren Reste heute noch sichtbar sind, wie in der prestigeträchtigen römischen Ausgrabungsstätte Alba Iulia.
     

    Stadt Alba Iulia, römischen Ausgrabungsstätte
     

    Dank seiner zentralen Lage in Osteuropa, spielte der Kreis eine entscheidende Rolle. Insbesondere im 18. Jahrhundert wurde die Zitadelle von Alba Carolina verstärkt und zur Festungsstadt Alba Iulia umgewandelt, die Kaiser Karl VI von Habsburg gewidmet ist. Alba Iulia ist heute Hauptstadt des Kreises Alba und mit 66.400 Einwohnern ist sie die 33. bevölkerungsreichste Stadt Rumäniens.
     

    Alba Iulia, Luftbild mit Festung 
    Die stärksten Wirtschaftsbereiche im Kreis Alba sind die Lebensmittelindustrie (mit Maisanbau im Süden und Weizen in den nördlichen Gebieten) und der Mineralerzabbau. Insbesondere Metalle (Gold, Silber, Kupfer und Quecksilber), Salz, Marmor und Granit stammen aus der Region. Weitere wichtige Fertigungsbereiche sind Maschinenbau, Textil- und Papierindustrie sowie die Leder- und Holzproduktion.
     

    Abrud, Landschaft im Kreis Alba 

    Quellen:
    http://www.visitalbaiulia.com/alba-county
    https://www.britannica.com/place/Alba-county-Romania 
    https://en.wikipedia.org/wiki/Alba_County 
    http://www.cjalba.ro/english/ 

    Praktikantin stellt Forschungsarbeit zu territorialen Verwaltungsformen in Albanien vor

    Vilma Beqa absolviert Praktikum am IRE:
     

    Praktikantin Vilma Beqa mit Institutsvorstand Dr. Franz Schausberger
     
    Die Albanische Studentin Vilma Beqa hat ihr Praktikum am IRE erfolgreich absolviert. Am Montag, dem 11. März, präsentierte sie ihr Forschungspapier zu den territorialen Verwaltungsreformen und zur Neuordnung der Regionen in Albanien. Wir gratulieren ihr zum Abschluss des IRE-Praktikanten-Programms und wünschen ihr alles Gute für Ihre Zukunft!

    Separatistische Lega Nord auch in Süd- und Mittelitalien erfolgreich

    Jüngste Regionalwahlen in Italien zeigen Trend:
     
    Die italienischen Regionalwahlen, die am 10. Februar 2019 in den Abruzzen-Regionen und am 24. Februar 2019 in Sardinien abgehalten wurden, bestätigen das schnelle Wachstum der rechtspopulistischen Lega-Partei seit den italienischen Parlamentswahlen vor fast genau einem Jahr. Die Ergebnisse der beiden Regionalwahlen sind nicht nur Ausdruck regionaler politischer Präferenzen, sondern auch ein Spiegel der aktuellen politischen Situation in Italien insgesamt.
    Bei den Parlamentswahlen am 4. März 2018 stimmten 32,7% der Italiener für die Anti-Establishment-Partei Movimento Cinque Stelle und 17,4% stimmten für die rechte Lega. Gemeinsam bildeten sie eine Regierungskoalition. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 verfolgte die Lega als Hauptziel die Unabhängigkeit Norditaliens. Erst für die nationalen Wahlen im letzten Jahr wurde dieses Ziel aufgegeben und die Partei benannte sich von Lega Nord (in Deutsch: Nördliche Liga) in Lega um. Seitdem wächst der Zuspruch zur Partei unter den Wählern in ganz Italien. Dies ist vor allem auf den Parteichef Matteo Salvini zurückzuführen, der es geschafft hat, auch in den südlichen Regionen Italiens Unterstützung zu gewinnen, in denen die Lega aufgrund ihrer früheren sezessionistischen Haltung nie eine Rolle gespielt hatte.
     

    Anhänger der rechtsgerichteten Lega-Partei nehmen am 8. Dezember 2018 in Rom (Italien) teil.
    Quelle: REUTERS / Alessandro Bianchi

     

    Salvinis persönlicher Erfolg beruht auf einer sehr intensiven Social-Media-Kampagne, gepaart mit seinen überzeugenden Ideen des “Italiener zuerst” und zu den Themen nationale Sicherheit und Unabhängigkeit von der EU. Das hat ihn zum ideologischen Anführer des gesamten politischen Mitte-Rechts-Spektrums in Italien gemacht, wodurch er heutzutage eine zentrale Rolle in der innenpolitischen Dynamik des Landes spielt, wie die Regionalwahlen in Abruzzen und Sardinen zeigen.Quelle: https://elezioni.repubblica.it/2018/cameradeideputati 

    Rechtsaußen-Kandidat Marsilio wird neuer Präsident der Abruzzen

    Rechtsruck bei Regionalwahl in Abruzzen:

    Im Kontext der politischen Situation in Italien kann die Wahl von Marco Marsilio von der Partei Fratelli d’Italia bei den Regionalwahlen in den Abruzzen am 10. Februar 2019 als ein Sieg der extremen Rechten gelesen werden. Fratelli d’Italia ist eine kleine rechtsextreme Partei, die bei den Parlamentswahlen 2018 die Wahlschwelle von 3% kaum überschritten und mit 4,3% der Stimmen insgesamt 19 Sitze im italienischen Parlament erreicht hat. Für diese kleine Partei, die erstmals einen regionalen Präsidenten stellt, ist dies ein außerordentlicher Erfolg.
    Der Senator Marsilio, einer der Hauptakteure der Entwicklung dieser Partei, wurde letzten Monat mit 48,03% der Stimmen zum neuen Präsidenten der Region Abruzzen gewählt und schlug den Gegner der Mitte-Links-Koalition, Giovanni Legnini (31,28%), und Sara Marcozzi von M5S (20,20%). Mit 6,44% der Stimmen hat Fratelli d‘Italia bei diesen Wahlen das Ergebnis von 2,90% vor fünf Jahren verdoppelt.
     
     Die Ergebnisse der Regionalwahl in den Abruzzen
     
    Der Kandidat Marco Marsilio wurde nicht nur aufgrund der Präferenzen seiner Partei gewählt, sondern vor allem wegen der Unterstützung einer Koalition mit der Lega. Tatsächlich betrugen die Stimmen der Mitte-Rechts-Liste insgesamt 299.949, von denen 165,008 (also mehr als die Hälfte) von der Lega erzielt wurden. Sie erhielt bei diesen Regionalwahlen allein 27,53% der Gesamtstimmen.
     

    Die Anführer der Mitte-Rechts-Koalition bei den Regionalwahlen in den Abruzzen. Im Bild (von links nach rechts): Matteo Salvini (Lega), Marco Marsilio (Spizenkandidat FdI), Giorgia Meloni (Präsidentin FdI) und Silvio Berlusconi (Forza Italia); Quelle: Ansa
    Quellen:
    https://elezioni.repubblica.it/2018/cameradeideputati
    https://en.wikipedia.org/wiki/2019_Abruzzo_regional_election
    http://contropiano.org/news/politica-news/2019/02/11/elezioni-in-abruzzo-unanalisi-del-voto-0112331 


    Rechtsaußen-Spektrum gewinnt Wahl in Sardinien, M5S verliert massiv

    Erfolgstrend der Lega setzt sich fort:
     
    Bei den Regionalwahlen in Sardinien vom 24. Februar 2018 gewann die Mitte-Rechts-Koalition mit ihrem Präsidentschaftskandidaten Christian Solinas mit 47,8% fast die Hälfte der Stimmen, während der Mitte-Links-Kandidat Massimo Zedda (32,93%) den zweiten Platz erreichte und Francesco Desogus von M5S 11,18% der Stimmen erhielt. Es war das erste Mal, dass beide Parteien, Lega und Movimento 5 Stelle (M5S), an den Regionalwahlen in Sardinien teilgenommen haben.
     

    Die Ergebnisse der Regionalwahl in den Abruzzen
     
    Während M5S bei den nationalen Parlamentswahlen von 2018 mit 49,5% der Stimmen die meistgewählte Partei in der Region war, erhielt sie dieses Mal weit weniger Unterstützung (nur 9,90% der Stimmen). Unter anderem, da die Bewegung keine klassische Partei ist und keine klare Parteilinien und politische Position besitzt, hat sie den Zuspruch der Wähler verloren, was den Weg für den Aufstieg der Lega und ihres Anführers Matteo Salvini geebnet hat.Nach einem Wahlabkommen bei den Parlamentswahlen zwischen der Lega und dem Partito d’Azione Sardo (PSd’Az), einer Partei, die seit 1921 das Ziel eines unabhängigen Sardiniens verfolgt, wurde der Rechtsaußen-Kandidat Christian Solinas (PSd’Az) mit Unterstützung der Lega zum italienischen Senator der Region gewählt, bevor er im November 2018 Spitzenkandidat der Mitte-Rechts-Koalition für die sardische Regionalwahl wurde. Wie bereits bei der Wahl in den Abruzzen gewann die Koalition mit über 47% der Stimmen über die Mitte-Links-Parteien und M5S.
     

     Spitzenkandidat Christian Solinas (PSd’AZ) und Matteo Salvini (Lega) halten die sardische Flagge in Poetto (Cagliari). Quelle: LaPresse
     
    Quellen: 
    https://elezioni.repubblica.it/2018/cameradeideputati
    https://en.wikipedia.org/wiki/2019_Sardinian_regional_election
    https://ilmanifesto.it/ii-partito-sardo-dazione-punta-sul-verde-e-vinc
    https://marsiliopresidente.it/#bio

    27. März: IRE – Fachkonferenz “Auf den Spuren der Habsburger in Westrumänien”, Arad, Rumänien

    Das Institut der Regionen Europas (IRE) organisiert eine internationale Fachkonfrerenz, die sich dem Thema “Auf den Spuren der Habsburger in Westrumänien” widment. Veranstaltungsort ist der  Vasile-Goldis-Saal im  Kreisrat von Arad, Rumänien.


    (c) Sven Teschke, Bündingen, Wikimedia Commons

    Das Haus Habsburg war eine der einflussreichsten Dynastien Europas. Die über 800 Jahre alte Geschichte der Habsburger wird an Orten bewahrt, die Tausende von Quadratkilometern in West-, Mittel- und Osteuropa abdecken. Zum Besuch vieler solcher Orte, die an die Habsburger erinnern, lädt eine Route von Frankreich bis Österreich ein, die „Via Habsburg“, ein über tausend Kilometer langer Weg des Wissens, der Freundschaft und der Beziehungen über die Grenzen hinweg und zwischen den Nationen.

    Bisher fehlt eine ähnliche Kulturroute für den ost- und südosteuropäischen Raum, wo das Haus Habsburg entscheidend die historische Entwicklung geprägt hat. Die Region Arad versucht nun, sich über die Schaffung einer eigenen Kulturroute zum Habsburger-Erbe an den übrigen europäischen Raum anzuschließen und die historischen und kulturellen Verbindungen zu bestärken. Dies vor allem natürlich auch vor dem Hintergrund der Intensivierung des Tourismus.

    Anmeldung

    Programm

    Konferenzpartner:

          

             

          

    More information under:

    E: office@institut-ire.eu                          T: +43 (0)662/84 32 88 – 0

    F: +43 (0)662/84 32 88 – 5050               www.institut-ire.eu

    Stagiaire untersucht Habsburger-Erbe in Wojwodina

    Praktikantin aus Serbien absolviert IRE-Praktikum:
    Im Februar und März dieses Jahres war Branka Agbaba als Praktikantin am Institut der Regionen Europas beschäftigt. Diese Erfahrung wird ihr als International Relations Officer an der Universität Novi Sad bei ihrer weiteren beruflichen Entwicklung helfen. Dies gibt ihr die Chance, sich und ihre Heimatinstitution noch besser zu präsentieren, indem sie sich auf der Ebene der internationalen Zusammenarbeit vernetzt und sich mit den Grundsätzen der europäischen Integration, insbesondere in Bezug auf Personen und Institutionen aus Nicht-EU-Ländern auf dem westlichen Balkan, vertraut macht.
     

    Branka Agbaba und Dr. Franz Schausberger bei der Übergabe des Praktikum-Zertifikates

    Während ihres Praktikums verfasste Frau Agbaba eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Via Habsburg in der Wojwodina“ und kam zum Ergebnis, dass die Region ein gutes Beispiel für eine historische Verbindung darstellt, die das Potenzial besitzt, eine zukünftige Zusammenarbeit aufzubauen und weiterzuentwickeln. In der gesamten Geschichte des 17. bis 19. Jahrhunderts war die Verbindung zwischen Österreich und Serbien für beide Seiten sehr stark und wichtig. Dies gilt insbesondere für den nördlichen Teil Serbiens, der heutigen autonomen Provinz Wojwodina, wo der Einfluss der Habsburgermonarchie noch bedeutender war.

    Im 17. Jahrhundert kämpften beide Einheiten für die gleichen Ziele und mit gegenseitiger Unterstützung, um die christliche Religion, Kultur und Tradition vor dem Osmanischen Reich zu bewahren. Dies geschah nicht nur, um die Rechte, den Glauben und die Unabhängigkeit der Menschen auf lokaler Ebene am Leben zu erhalten, sondern auch um die Vielfalt in der Region und in Europa zu gewährleisten. Als multinationales Gebiet, das von Serben, Ungarn, Slowaken, Kroaten und Menschen anderer Nationalitäten bewohnt wird, ist die Wojwodina noch heute ein hervorragendes Beispiel für ein gutes Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen.

    Aus all diesen Gründen stellen die vielen Kulturdenkmäler und historischen Stätten (insbesondere in Novi Sad und Sremski Karlovci) ein Erbe von großer Bedeutung dar, das für die Zukunft gut erhalten werden kann, wenn es für gemeinsame Projekte im Bereich des Tourismus verwendet wird und gemeinsame Anstrengungen der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit unternommen werden.

    „Mit großer Unterstützung und dem herzlichen Empfang des IRE-Teams war es mir eine große Freude und Erfahrung, neue Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, indem ich mich während meines einmonatigen Praktikums mit den täglichen Aufgaben des Institutes befasste und an der 8. IRE-Expertenkonferenz über ‚Mobilität in Smart Regions‘ im Februar 2019 teilnahm“, schließt Branka ihren Aufenthalt in Salzburg ab.

    Elektropriverda HZ HB d.d. Mostar tritt IRE-Netzwerk bei

    Neues IRE-Mitglied aus Bosnien und Herzegowina:
    Wir freuen uns, das öffentliche Unternehmen Elektopriverda HZ HB d.d. Mostar als neues Mitglied des IRE-Netzwerks bekannt zu geben. Seit 1992 ist es eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Mostar, im südlichen Bosnien und Herzegowina, welches die Erzeugung, Verteilung und Versorgung von Strom betreibt.
    Das Unternehmen beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter und ist in 35 Gemeinden in Bosnien tätig. Mit einer Gesamtstromerzeugung von 1.287 GWh im Jahr 2017 ist es das drittgrößte bestehende Stromversorgungsunternehmen des Landes. Der Mehrheitsaktionär der Elektroprivreda HZ HB d.d. Mostar (mit 90% der Gesamtanteile) ist die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina und da Unternehmen ist damit überwiegend in Staatseigentum.JP Elektroprivreda HZ HB d.d. Mostar produziert Energie ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen und plant, weiter in diese Technologien zu investieren. Das Unternehmen betreibt sieben Wasserkraftwerke mit einer kumulierten Gesamtleistung von rund 860 MW. Außerdem wurde im März 2018 eine 50,6 MW-Windkraftanlage namens Mesihovina in Betrieb genommen – die erste Windkraftanlage in Bosnien und Herzegowina. Sie besteht aus 22 Windrädern und kann in einem Jahr bis zu 165,2 GWh Strom erzeugen.
    Mesihovina, das erste Windkraftwerk in Bosnien und Herzegowina
    Das Unternehmen ist einer der drei öffentlichen Energieversorger in Bosnien und Herzegowina und versorgt mit einem 12.572 Kilometer langen Verteilernetz insgesamt rund 190.000 Verbraucher mit Strom. Die Regierung der Föderation hat Elektroprivreda HZ HB d.d. Mostar den Status eines öffentlichen/universellen Anbieters und eines Lieferanten letzter Instanz verliehen. 

    Verkehr der Zukunft braucht Vernetzung, Zusammenarbeit und attraktives Öffi-Angebot

    8. IRE-Expertenkonferenz „Mobilität in Smart Regions“
     
    Tägliche Staus am Morgen und am Abend, rasant steigender Parkplatzbedarf und fehlende oder falsche Angebote des öffentlichen Verkehrs belasten das alltägliche Leben in Städten. Zusätzlich folgen aus all dem ernste, schier unlösbare Umweltprobleme. Damit sehen sich allerdings nicht nur große Metropolen, sondern zunehmend auch regionale Zentralstädte und ihr Umland konfrontiert. Dies trifft auch auf die Landeshauptstadt Salzburg und die sie umgebenden Bezirke und die angrenzenden bayrischen Gebiete zu.
    Der Smart-Region-Ansatz versucht, Lösungsansätze durch die Förderung einer funktionalen Vernetzung der Städte mit dem Umland zu bieten. Bei der 8. Expertenkonferenz des Institutes der Regionen Europas haben am 20. Februar 2019 in Hallwang bei Salzburg internationale Fachexperten mit Salzburger Unternehmern und Politikern diskutiert. Die Konferenz befasste sich vor allem mit dem Thema „Mobility in Smart Regions“ und präsentierte konkrete Beispiele aus anderen Regionen für umweltschonende, innovative und sichere Transportsysteme sowie zeitgemäßes Mobilitätsmanagement, damit daraus sinnvolle und wirksame Maßnahmen für den konkreten Bereich Salzburg abgeleitet werden können.
     
    Auf dem Podium diskutierten zahlreiche Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft (von links nach rechs: Oliver Schmerold [ÖAMTC], Martin Pečar [OmniOpti], Peter Haider [SIR], Helmut Schreiner [Zillertaler Verkehrsbetriebe])
     
    Verkehr ist für jeden Ballungsraum ein zentrales Thema. Dabei gehen Smart Regions über die Stadtgrenzen hinaus und ermöglichen kleineren Gemeinden die Umsetzung von Smart-City-Lösungen. Es gibt dafür inzwischen schon mehrere erfolgreiche Beispiele in ganz Europa. Einige besonders interessante, wie etwa Stuttgart, Zürich, Bozen oder Basel wurden bei dieser Konferenz präsentiert.
     
    Landesrat Stefan Schnöll zeigte die konkreten Verkehrsprobleme in Salzburg auf: „Das Grundproblem Salzburgs besteht in den langen Wegen und eingeschränkten Alternativrouten, die aus der Salzach und den Stadtbergen resultieren. Die vielen Pendler aus dem Salzburger Umland, die zu 80 Prozent mit dem Auto fahren, verstopfen dann schnell die Straßen.“ Daher muss der öffentliche Verkehr attraktiver gestaltet werden. Mögliche Lösungen, wie günstigere Fahrpreise und Verkehrsmittel, die so fahren, wie sie von den Menschen benötigt werden, sind allerdings nur realisierbar, wenn Stadt und Land Salzburg zusammenarbeiten.Hier sind sich die zuständigen Politiker inzwischen einig, bestätigte Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner: „Das Problem können wir nur gemeinsam bewältigen, wenn wir alle Einzelschritte zusammenführen.“ „Isolierte Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept und Verbote ohne attraktive Alternativangebote lösen die Probleme nicht nur nicht, sondern verlagern sie bestenfalls oder verschärfen sogar die Situation,“ ergänzte Franz Schausberger, Vorstand des Institutes der Regionen Europas: „Weniger Individualverkehr kann nur durch einen Ausbau der öffentlichen Verkehrsangebote erreicht werden“.
     
    Verkehrsexperten aus Stuttgart, Dresden und Zürich präsentieren gemeinsam mit Landesrat Schnöll, Institutsvorstand Schausberger und SVV-Geschäftsführerin Frommer ihre Erkenntnisse (von links nach rechts: Ralf Maier-Geißer, Kerstin Burggraf, Stefan Schnöll, Franz Schausberger, Allegra Frommer, Pascal Lippmann)
     
    Das bestätigte auch der stellvertretende Bürgermeister Martin Wex aus Schwaz in Tirol. Im Tiroler Inntal ist die Situation mit den Bergen, der Industrie und dem Pendlerverkehr ähnlich. Dort konnten die Verkehrsprobleme nur durch ein besseres und komfortableres öffentliches Verkehrsangebot und durch eine Erhöhung der Erreichbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel verbessert werden. Verbote halfen nicht. Schuld daran sind die individuelle Bequemlichkeit und Moralvorstellung. Erst die digitale Vernetzung von öffentlicher und individueller Mobilität öffnete Lösungswege: Die Menschen nutzen heute mehr Fahrgemeinschaften und wechseln auf ihrem Weg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln.Hier zeigt sich, dass die Salzburger Politik auf dem richtigen Weg ist. Zusammen setzen Stadt und Land konkrete Schritte in einer gemeinsamen Verkehrsplanung: Beginnend mit einer Pendlerstromanalyse sollen beispielsweise alle Stadt- und Regionalbuslinien neu gestaltet und optimal aufeinander und auf den Bedarf der Bürger abgestimmt werden. Auch die Beispiele aus anderen europäischen Städten bestätigen das Erfolgspotential des Konzeptes „Smart Mobility regional denken“.
     
    120 Teilnehmer diskutierten am 20. Februar über die Zukunft der Mobilität im digitalen Zeitalter
    Vier Kerngedanken haben sich bei der Konferenz als unumgänglich erwiesen:
    • Überregionalität
      Erfolgreiche Verkehrsplanung darf nicht an den städtischen Grenzen halt machen, sie muss die Umlandgemeinden einbeziehen und – wenn notwendig – auch Staatsgrenzen überschreiten.
    • Schienenverkehr nutzen
      Dies ist allerdings nur möglich, wenn viele Personen in kurzer Zeit vom Land in die Stadt und auch hinaus gebracht werden – ermöglicht wird das durch leistungsstarke Zugnetze aus der Region in das Stadtzentrum.
    • Komfort & Einfachheit
      Das Auto bleibt nur zuhause stehen, wenn der öffentliche Verkehr bequemer und einfacher zu verwenden ist. Es braucht  günstige, schnelle und umstiegsfreie Verbindungen von der Haustüre bis direkt ans Fahrziel.
    • Vernetzung & Digitalisierung
      Modernes Verkehrsmanagement nutzt die Digitalisierung, um Verkehrsdaten in Echtzeit in einer Zentrale zu sammeln, den Verkehr optimal zu lenken und die Daten allen öffentlichen und privaten Verkehrsteilnehmern zur Verfügung zu stellen.

    Mehr Fotos von der Konferenz finden Sie hier

    Politischer Wechsel bei der Wahl in der Autonomen Provinz Trentino

    Sieg der Lega im Trentino:
     
    Im Vorfeld der Landtagswahlen 2018 in der italienischen Region Trentino gewann die Lega Nord nach zwanzigjähriger Herrschaft von autonomistischen Mitte-Links-Koalitionen mit 27,4% der Stimmen die Mittel-Links-Oppositionspartei Partito Democratico (PD) mit 13,93% und der regionalistische PATT mit 12,59%. Die Anti-Establishment-5-Sterne-Bewegung (M5S), der Regierungspartner der Liga in Rom, erreichte 7,23%.
     


     Ergebnisse der Landtagswahlen 2018 im Trentino

    Dies steht im Gegensatz zur letzten Wahl im Jahr 2013, als die PD mit 22% die Siegerpartei war, gefolgt von PATT mit 17,55%, der Liga mit knapp über 6% und der M5S unter 6%.
    Zu den führenden Mitgliedern der Liga zählen Attilio Fontana (Präsident der Lombardei), Luca Zaia (Präsident von Venetien), Massimiliano Fedriga (Präsident von Friaul-Julisch Venetien), Maurizio Fugatti (Präsident von Trentino) und Roberto Calderoli.
     


    Maurizio Fugatti wurde zum neuen Landeshauptmann des Trentino gewählt

    Der Staatssekretär für Gesundheit und Mitglied der Lega Nord Maurizio Fugatti wurde am Sonntag mit 46,74% der Stimmen zum neuen Gouverneur der norditalienischen Provinz gewählt. Fugatti wurde von einer neunköpfigen Koalition unterstützt, zu der die Lega, Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Opposition Forza Italia (FI), die rechtsradikalen Fratelli d‘Italia (FdI), die Unionen del Centro (UdC).
    Bei den Parlamentswahlen in Italien im März 2018 war die Liga die drittgrößte Partei hinter der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und der Demokratischen Partei (PD).

     Quellen:

    • http://www.ansa.it/english/news/politics/2018/10/22/fugatti-elected-trentino-governor_2303a4c5-deb9-4a88-8c15-1ce73233897a.html 
    • https://en.wikipedia.org/wiki/2018_Italian_general_election 
    • https://www.revolvy.com/page/2018-Trentino%252DAlto-Adige%252FS%C3%BCdtirol-provincial-elections?source=folders
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