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    Kommission bringt Start-up-Unternehmen in Europa voran

    Europäische Kommission – Pressemitteilung vom 22.11.2016:
     

    Die Start-up- und Scale-up-Initiative der Kommission soll den vielen innovativen Unternehmern in Europa die besten Chancen eröffnen, weltweit führend zu werden. Sie bündelt alle Möglichkeiten, die die EU bereits bietet, und setzt zusätzlich neue Schwerpunkte in den Bereichen Risikokapitalinvestitionen, Insolvenzrecht und Besteuerung.

    Elżbieta Bieńkowska, für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU verantwortliches Kommissionsmitglied, stellte hierzu fest: „Die Start-ups schöpfen derzeit die Möglichkeiten des Binnenmarkts nicht aus. Die Neugründung und der Ausbau eines Unternehmens müssen in ganz Europa einfacher werden. Europa muss der Standort der ersten Wahl werden, wenn aus einer großen Geschäftsidee ein erfolgreiches Unternehmen werden soll. Es geht uns um neue Arbeitsplätze, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.“ 
    Die Initiative vereint eine Reihe bestehender und neuer Maßnahmen, mit denen ein einheitlicherer Rahmen für das Wachstum und die Geschäftstätigkeit von Start-ups in Europa insbesondere mit den folgenden Maßnahmen geschaffen wird:

    • Verbesserung des Zugangs zu Kapital
    • Zweite Chance für Unternehmer
    • Einfachere Steuererklärungen

    Darüber hinaus setzt die Initiative weitere Schwerpunkte und bietet Hilfestellung bei der Bewältigung der Regulierungsanforderungen, sorgt für eine bessere Unterstützung von Innovatoren durch Reformen des Programms Horizont 2020 und die Förderung von Ökosystemen, in denen Start-ups mit potenziellen Partnern wie Investoren, Universitäten, Forschungszentren und Geschäftspartnern in Kontakt kommen können. Die an Horizont 2020 vorgenommenen Änderungen ebnen den Weg für die Einrichtung eines Europäischen Innovationsrats. Unter anderem werden im Zeitraum 2018-2020 1,6 Mrd. EUR für von der Basis ausgehende Förderungen bahnbrechender Innovationsprojekte von Start-ups mit Wachstumspotenzial eingesetzt. Das Netzwerk Startup Europewird ausgebaut, um Cluster und Ökosysteme europaweit zu verbinden.
    Mit der jetzigen Initiative soll den drei größten Hindernissen für die Neugründung und den Ausbau von Unternehmen in Europa begegnet werden, die kürzlich in einer öffentlichen Konsultation aufgezeigt wurden:

    • Der Zugang zu Finanzierungen ist sowohl bei Neugründungen als auch beim Scaling-up, also beim Ausbau des Unternehmens, das größte Problem für deren Inhaber.
    • Die Erfüllung der Regulierungs- und Verwaltungsanforderungen nimmt zu viel Energie in Anspruch, die besser für die Expansion des Geschäfts – besonders ins Ausland – genutzt werden könnte.
    • Die richtigen Geschäftspartner, Märkte und qualifizierten Arbeitskräfte zusammenzubringen, ist trotz des europäischen Binnenmarkts mit 500 Millionen Menschen immer noch zu schwierig.

    Mehr Infos unter:
    http://europa.eu/rapid/press-release_IP-16-3882_de.htm
    Foto: Elżbieta Bieńkowska Twitter

    Luis Durnwalder wird IRE-Patron

    Das IRE freut sich bekanntzugeben, dass LH a.D. Dr. Luis Durnwalder dem IRE „Board of Patrons“ beigetreten ist. Das “Board of Patrons” besteht aus profilierten und hochkarätigen Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft, die die IRE-Zielsetzung, seine Aktivitäten und die Idee eines “Europa der Regionen” auf der Grundlage des Subsidiaritätsprinzips unterstützen. 

    Durnwalder studierte Agrarwissenschaften an der Universität für Bodenkultur in Wien. Nach dem Erwerb des Titels Diplom-Ingenieur im Jahr 1966 folgte das Anerkennungsverfahren an der Universität Florenz, das die Gleichwertigkeit seines österreichischen Abschlusses mit der laurea in scienze e tecnologie agrarie feststellte. Während seines Studiums begann Durnwalder, sich politisch zu engagieren, und amtierte von 1964 bis 1965 als Vorsitzender der Südtiroler Hochschülerschaft.

    1967 wurde Durnwalder Direktor des Südtiroler Bauernbunds, 1969 als Kandidat der Südtiroler Volkspartei Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Pfalzen. 1973 konnte er ein Mandat für den Südtiroler Landtag und damit gleichzeitig für den Regionalrat Trentino-Südtirol erringen. Nach den Landtagswahlen 1978 wurde er Mitglied der Landesregierung und übernahm als Landesrat im Kabinett Magnago V  das Ressort Landwirtschaft. Dieselbe Funktion hatte er auch im folgenden Kabinett Magnago VI inne. Von 1989 bis 2014 stand er der Landesregierung in als Landeshauptmann vor. In den Jahren 2004–2006 und 2009–2011 übernahm er turnusgemäß zusätzlich die Präsidentschaft der Region Trentino-Südtirol.
     

    Innovationen & Initiativen vorgestellt auf der IRE-Konferenz in Ljubljana:

    Die Zukunft der Städte ist grün 
     

    Zum fünften Mal organisierte das Institut der Regionen Europas (IRE) am 10. November 2016 eine Fachkonferenz zum Thema „Grüne und nachhaltige Mobilität“. Getagt wurde in der Burg der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. In den Jahren zuvor fanden Fachkonferenzen und Kooperationen mit den Städten Tübingen (D), Wien (AT), Breslau (PL) und Triest (ITL) statt, was deutlich macht, welch eine große Herausforderung das Thema nachhaltige Mobilität für alle europäischen Städte darstellt. Ein grünes Verkehrskonzept muss den Mobilitätsbedarf der steigenden Bevölkerung berücksichtigen und gleichzeitig minimale ökologische Auswirkungen zulassen. Die optimale Verknüpfung des öffentlichen Verkehrs mit dem Fuß- und Radverkehr und dem Individualverkehr wird eine der großen Aufgaben bleiben.
     
    Für seine Bemühungen im Bereich nachhaltige Mobilität wurde Ljubljana dieses Jahr zur „Green Capital“ ernannt. Ljubljana war als diesjähriger Kooperationspartner mit Bürgermeister Zoran Janković, sowie dem Bürgermeister-Stellvertreter Dejan Crnek und dem Leiter der Abteilung für Urbane Planung Miran Gajšekbei der Konferenz vertreten. Die Stadt präsentierte sein Mobilitätskonzept mit breiten Grünflächen entlang des Flusses, und will sich auch zukünftig dem Thema Nachhaltigkeit verstärkt widmen, um seinen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin eine hohe Lebensqualität bieten zu können. Ein besonderer Schwerpunkt der Tagung lag auf dem Master Mobility Plan der EU.
     
     „Die Europäische Union stellt mittlerweile Richtlinien sowie finanzielle Mittel für diesen Zweck bereit. Finanzierungsinstrumente bietet die EU über den Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI)“, berichtete IRE-Vorsitzender Prof. Dr. Franz Schausberger. “Dies zeigt wie wichtig regionale Partner sind, um urbane Konzepte und dessen Finanzierung zu erarbeiten.  Vieles muss also in den Regionen und auf Gemeindeebene vollbracht werden. Besonderes Potenzial dabei bieten die Public-Private-Partnership-Projekte (PPP)“, so Schausberger weiter.
     
    Die französische Firma NAVYA Tech, beispielsweise, bietet seit kurzem eine Lösung mit intelligenten und fahrerlosen City-Shuttles. Frédéric Sartoupräsentierte den autonomen und fahrerlosen Kleinbus, der als intelligenter Elektro-Shuttle im Dienste der Mobilität die Zukunft weisen soll. Der im Oktober 2015 eingeführte NAVYA ARMA ist ein 100%- elektrisches und autonomes Transportfahrzeug für den Personennahverkehr, der 15 Personen befördern und Strecken mit bis zu 45 km/h sicher zurücklegen kann. Der NAVYA ARMA ist das erste vollständig autonome Serienfahrzeug.
     
    Eine smarte Verkehrslösung zu Wasser stellte Massimiliano Angelotti von Smart City Triest  (Italien) vor. Das grenzüberschreitende Model SEA-WAY verbindet über das Adriatische Meer Triest mit Piran (Slowenien), Rovinj und Pula (Kroatien). Das maritime Verkehrsnetz entlastet somit das Straßen- und Schienennetz und verringert den CO2-Ausstoß.
     
    Ein weiteres Best-Practice-Beispiel ist die österreichische Hauptstadt Wien, die zum wiederholten Mal zur lebenswertesten Stadt weltweit ernannt worden ist. Neben dem Gesundheits- und Bildungsangebot ist auch der Verkehr ein wichtiger Bestandteil der Bewertung. Der CO2 Ausstoß soll in Wien bis 2050 noch um 80% reduziert werden, berichtete Rainer Müller von TINA Vienna, der Smart City Wien Agentur. Dafür arbeite die Stadt auch eng mit den Nachbargemeinden, aus denen viele Pendler jeden Tag nach Wien kommen, zusammen.
     
    Hauptziel der internationalen Konferenz war es, die regionalen Partner zusammenzubringen und Initiativen, Best-Practice-Beispiele, innovative Verkehrsprogramme und technologischen Lösungen zu analysieren sowie Impulse für neue Aktivitäten, Kooperationen und Projekte zu geben.
    Unternehmenspräsentationen:

    IRE gewinnt neue Mitglieder aus Slowenien und Bosnien

    Grosuplje (deutsch Großlupp) ist eine Gemeinde in der Region Dolenjska in Zentralslowenien südlich von der Hauptstadt Ljubljana. In der Gesamtgemeinde leben rund 18.403 Einwohner, davon 7.625 Einwohner in der Stadt Grosuplje. Im Jahre 1136 wurde die Ortschaft erstmals erwähnt. Nach dem Anschluss an das Schienennetz wuchs der Ort rasant.
     
    Grosuplje bildet zusammen mit den zwei Gemeinden Ivancna Gorica und Trebnje die gemeinsame Gemeindeverwaltung Inter-Municipal Development Centre mit dem Ziel, Projekte für die drei Gemeinden vorzubereiten und zu koordinieren. So soll den Bürgerinnen und Bürgern eine höhere Lebensqualität mit zusätzlichen Dienstleistungen und einer verbesserten Infrastruktur geboten werden. Der Schwerpunkt liegt auf EU-Programmen, wie: Europe for Citizens, Erasmus +, Urbakt, Interreg transnational, Creative Europe und Horizon2020.
    Grosuplje wird vertreten durch den Bürgermeister Peter Verlič.
     
    Für mehr Infos:
    http://www.grosuplje.si/ oder 
    jasmina.selan@grosuplje.si

     
     
    Kanton 10 (auch Hercegbosanska županija genannt) ist einer der zehn Kantone der Föderation Bosnien-Herzegowina im Staat Bosnien-Herzegowina. Der Name des Kantons war lange umstritten, daher wird er meist nach der laufenden Nummer als Kanton 10 bezeichnet. Der Kanton hat eine Fläche von 4.934,9 km², aber nur etwa 84.000 Einwohner und ist damit zugleich der flächengrößte und der am dünnsten besiedelte Kanton der Föderation. Er ist einer der drei Kantone der Föderation Bosnien-Herzegowina mit mehrheitlich kroatischer Bevölkerung. Verwaltungssitz ist Livno.
    Der Kanton erstreckt sich über den südwestlichen Teil Bosniens. Das Gebiet um Livno, Tomislavgrad und Kupres gehörte zur osmanischen Zeit nicht zum damaligen Sandschak Herzegowina, sondern zunächst zum Sandschak Klis (in Dalmatien) und dann, nachdem dieser zum größten Teil venezianisch wurde, zu Bosnien.
     
    Die Region liegt zwischen Dalmatien im Westen, Una-Sana Kanton im Norden, dem Kanton Zentralbosnien im Osten und dem Kanton West-Herzegowina und Herzegowina-Neretva im Süden und Südosten. Präsident des Kantons ist Draško Dalic.
     
    Mehr Infos unter:  http://www.vladahbz.com/

    10. November 2016: Green Mobility – Green Cities, Ljubljana (Slowenien)

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    5. IRE Expertenkonferenz

    Master Mobility Plan for Green Cities

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    Sustainable and Interconnected Cities in Europe

     10. November 2016

    Castel of Ljubljana

    Ljubljanski Grad, Grajska planota 1

    1001 Ljubljana, Slowenien

    von 9:00 – 16:00 Uhr

    Der Verkehrsdruck in europäischen Städten nimmt zu. Dies führt zu einer Verschärfung der Lärm- und Schadstoffbelastung sowie zur Reduktion der wirtschaftlichen Effizienz auf Grund von Verkehrsbehinderungen. Die Frage, wie man die Mobilität erhöhen und gleichzeitig Unfälle, Verkehrsbehinderungen und Umweltverschmutzung reduzieren kann, gehört zu den wichtigsten aktuellen Herausforderungen europäischer Städte. Ziel dieser Veranstaltung ist eine Analyse der gegenwärtigen Verkehrssituation in europäischen Städten, Darstellung von Problemen und Perspektiven, Best-Practice-Beispielen, innovativen Verkehrsplänen und technologischen Lösungsmöglichkeiten sowie Schaffung von Impulsen für neue Aktivitäten, Kooperationen und Projekte.

    Nach Konferenzen in Tübingen, Wien, Breslau und Triest ist dies nun die fünfte Veranstaltung zu diesem Thema. An dieser Veranstaltung werden Vertreter und Experten von Europäischen Institutionen, Stadtverwaltungen, Behörden, Institutionen, Verbänden, Wissenschaft, Wirtschaft und der Industrie teilnehmen. Der Fokus wird auf dem Masterplan für Mobilität der Regionen und Städte Europas liegen.

    Bisherige IRE-Fachkonferenzen zu dem Thema: 

    • 15. November 2012, Tübingen, Deutschland
    • 28. Juni 2013, Wien, Österreich
    • 14. März 2014, Breslau, Polen
    • 20. März 2015, Triest, Italien
    Programm

    Anmeldung unter: 

    E: martina.balazic@institut-ire.eu         F: +43 (0)662/84 32 88 – 5050

    T: +43 (0)662/84 32 88 – 10                          www.institut-ire.eu

     

    In Kooperation mit: 

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    Skupnost občin Slovenije            Bildergebnis für ZDRUŽENJE MESTNIH OBČIN SLOVENIJE  Bildergebnis für NAVYA logoTina Vienna

     

    Unternehmenspräsentationen:

    „Europäische Reformagenda“ für den Kosovo ist in der Schlussphase

     Franz Schausberger traf den Ministerpräsidenten des Kosovo, Isa Mustafa,
    am 26. Oktober 2016 in Pristina:

     

    Die Regierung des Kosovo arbeite derzeit gemeinsam mit der Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission an den letzten Einzelheiten einer „Europäischen Reformagenda“ für sein Land, erklärte Ministerpräsident Isa Mustafa bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Westbalkan des Europäischen Ausschusses der Regionen, Franz Schausberger. Er hoffe sehr, dass die Arbeiten so rechtzeitig abgeschlossen werden können, dass diese Reformagenda gemeinsam mit Erweiterungskommissar Johannes Hahn Mitte November der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann.
     
    Besonders wichtig für sein Land sei – so der Ministerpräsident – die Visaliberalisierung, für deren Einführung bereits 93 von 95 Benchmarks erfüllt seien. Die beiden offenen Punkte seien die Ratifikation der Vereinbarung der Grenzziehung zu Montenegro und wirksame Maßnahmen gegen die organisierte Kriminalität und die Korruption. Die erste Frage scheitere daran, dass im Moment im Parlament keine Zweidrittel-Mehrheit für die Ratifizierung zu finden sei.
     
    Franz Schausberger erinnerte an die Notwendigkeit von Reformen im Bereich der lokalen Selbstverwaltung. Mustafa kündigte ein Reformgesetz für mehr finanzielle Unabhängigkeit der Gemeinden und Städte an. Für die im Jahr 2017 anstehenden Lokalwahlen werde gerade an einer Wahlrechtsreform gearbeitet und versucht, eine Einigung darüber mit der Opposition zu finden.


    von links: Lutfi Haziri, Bürgermeister von Gjilan, Franz Schausberger, Ministerpräsident Isa Mustafa, Arban Abrashi, Minister für Arbeit und Soziales

    Franz Schausberger traf Kosovos Außenminister Enver Hoxhaj

    Das 19. Treffen der Arbeitsgruppe Westbalkan des Ausschusses der Regionen (AdR) fand am 25. Oktober in Gjilan, Kosovo, auf Einladung der Gemeinde Gjilan statt. Bei dem Treffen, an dem der österreichische Botschafter Gernot Pfandler, der stellvertretende Minister für europäische Integration Kosovos, Ramadan Ilazi, der stellvertretende Minister für die lokale Selbstverwaltung, Bajram Gecaj und Vertreter der EU teilgenommen haben, wurde eine Bewertung der jüngsten Entwicklungen im europäischen Integrationsprozeß des Kosovo vorgenommen. Weiters wurde auch die “Connectivity Agenda” für den Westbalkan diskutiert, die im Rahmen des “Berlin-Prozesses” eingeführt wurde. Von den Vertretern des Kosovo wurde vor allem auf die Bedeutung der Visa-Liberalisierung für den Kosovo hingewiesen. Allerdings müssen dazu noch einige wichtige Voraussetzungen von Seiten des Kosovo erfüllt werden. Ein besonders großes Problem stelle die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die damit verbundene Abwanderung tausender junger Menschen aus dem Kosovo dar.

    Vor dieser Konferenz wurde Franz Schausberger von Kosovos Aussenminister Enver Hoxhaj zu einem Gespräch im Ministerium empfangen. Schausberger machte in dem Gespräch deutlich, dass für den EU-Integrationsprozess die Dezentralisierung und Übergabe weiterer Kompetenzen an die Regionen und Städte ebenso wichtig sei, wie die Implementierung anderer EU-Kriterien. Hoxhaj stimmte zu und versprach eine zügige Umsetzung der Anforderungen. Man wolle baldmöglichst den Status eines EU-Beitrittkandidaten anstreben und die Verhandlungen noch intensiver fortsetzten.

    Danube Business Forum hat eine wichtige Funktion für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Donauraums

     

    Vom 24.-26.10. 2016 fand zum fünften Mal das Danube Business Forum in Novi Sad, Serbien, statt. Ziel des Donau-Business-Forums ist es, institutionellen und unternehmerischen Führungskräften die Möglichkeit zu bieten, sich über neue regionale Fragen im Zusammenhang mit der EU-Donaustrategie auszutauschen, Ressourcen in den Bereichen Energie, Verkehr, Agrarwirtschaft und IT zu nutzen und gemeinsame Anlagemöglichkeiten zu erörtern. Das Forum soll Partnerschaften zwischen Unternehmen, Städten und Regionen fördern, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit des Donauraums zu schaffen.

    Zu diesem Anlass wurde IRE-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Franz Schausberger als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Westbalkan des Ausschusses der Regionen zu einem Vortrag eingeladen.  Schausberger wies darauf hin, dass die Autonome Provinz Vojvodina, dessen Hauptstadt Novi Sad ist, wegen ihrer ethnischen und religiösen Vielfalt wie ein „kleines Europa in Europa“ bereits funktioniere. Er gratulierte Novi Sad zu der Ernennung Europäische Kulturhauptstadt 2021 und stellte fest, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt in der Gesamtentwicklung Serbiens Richtung EU sei.

    Der Donauraum ist ein natürliches räumliches, wirtschaftliches und kulturelles Gebiet, das seit 2010 unter die EU-Strategie für den Donauraum fällt. Dieses Gebiet erstreckt sich vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer und umfasst 14 Länder und über 215 Millionen Einwohner. Die Länder im Donaugebiet sind: Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Moldawien und die Ukraine.
     

    Franz Schausberger zum Sonderberater der Europäischen Kommission für Westbalkan und Ukraine bestellt

    Der ehemalige Salzburger Landeshauptmann und Vorstandsvorsitzender des Instituts der Regionen Europas (IRE), Franz Schausberger, wurde gestern 12. Oktober 2016 von der Europäischen Kommission zum Sonderberater für die Erweiterungsländer insbesondere des Westbalkans sowie für die Ukraine bestellt.

    Er ist bei seiner Tätigkeit, die nicht bezahlt wird, dem aus Österreich stammenden Erweiterungskommissar Johannes Hahn zugeteilt.

    Schwerpunktmäßig wird sich Schausberger der Dezentralisierung und der Regionalisierung im Westbalkan und in der Ukraine widmen. Die Einbeziehung der Regionen und Kommunen der Erweiterungsländer in den EU-Beitrittsprozess, stellt ein besonderes Anliegen der Europäischen Kommission dar.

    In der Ukraine ist seit Längerem eine Diskussion um die Stärkung der Regionen im Gange, wird jedoch aufgrund der Auseinandersetzung zwischen Kiew und den ostukrainischen Regionen bislang blockiert. Die Regionalisierung der Ukraine stellt aber eine wichtige Bedingung der Vereinbarung von Minsk dar. Schausberger will versuchen einen Beitrag zu leisten, um die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.
    Schausberger wird seine Tätigkeit unverzüglich aufnehmen und bereits nächste Woche in der autonomen Provinz Vojvodina Gespräche mit Präsidenten Igor Mirovic führen.
     

    Fotos: IRE/Neumayr

    Maribor, Piła und Trebnje: Drei Städte treten dem IRE-Netzwerk bei

     Im Rahmen der 12. Konferenz Europäischer Regionen und Städte, die vom 25.-27. September 2016 in Salzburg stattgefunden hat, durfte das IRE drei weitere Mitglieder in seinem europaweiten Netzwerk begrüßen. Wir freuen uns über den Beitritt der zwei slowenischen Städte Maribor und Trebnje sowie über den ersten polnischen Partner Pila und hoffen auf eine intensive und gute Zusammenarbeit.

     Maribor  ist mit 112.325 Einwohnern (2015) die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Sie ist ein römisch-katholischer Erzbischofssitz und beherbergt seit 1975 die Universität Maribor.
    Maribor wurde zur Alpenstadt des Jahres 2000 gekürt und war 2012 Kulturhauptstadt Europas. Die Stadt ist die größte der slowenischen Region Untersteiermark (Štajerska). Die nächstgelegene größere Stadt, Graz in der österreichischen Steiermark, liegt 60 km nördlich. Mit Graz hat Maribor heutzutage wieder enger werdende kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen. Ein Beispiel dafür ist die Europaregion Graz-Maribor. Vertreten wird Maribor durch Bürgermeister Dr. Andrej Fištravec.

     
    Piła ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Großpolen, etwa 80 km nördlich von Poznań (Posen). Mit ihren zahlreichen Industrieanlagen und Großbetrieben in den Fachbereichen Chemie, Metall- und Holzverarbeitung, Landwirtschaft sowie als Bahnknotenpunkt und als Sitz eines großen Eisenbahn-Ausbesserungswerks ist die Stadt überregional bedeutend. In der Zeit der Weimarer Republik hatte Pila als Hauptstadt der neuen Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen wichtige Verwaltungsfunktionen anstelle der 1920 an Polen gefallenen Großstädte Posen und Bromberg übernommen. In der bis dahin eher unbedeutenden Stadt entstanden während dieser Periode in kurzer Zeit zahlreiche repräsentative öffentliche Gebäude in architektonisch anspruchsvollem zeitgenössischem Baustil.
    Pila ist das erste polnische Mitglied, welches dem IRE-Netzwerk beitritt. Nach einem intensiven Gespräch ist bereits eine konkrete Kooperation zwischen dem IRE und Pila geplant. Das wissenschaftliche Projekt mit Hochschulen aus der Region Großpolen soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Vertreten wird die Stadt durch Bürgermeister Ing. Piotr Głowski.
     
    Trebnje liegt in Mittelslowenien, genauer in der Region Srednja Dolenjska, am Schnittpunkt der Alpen, der Dinarischen und der Pannonischen Welt. Es ist eine starke Transitregion und durch die Autobahn Karawanken – Obrežje (dem Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien) stark geprägt. Die Vielfalt der Region zeigt sich in der Natur wie auch in kultureller Hinsicht. Schon seit jeher ist Trebnje ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, was auch Ausgrabungen der alten Römersiedlung Praetorium Latobicorum belegen.
    Vertreten wird Trebnje durch den Bürgermeister Alojzij Kastelic.

    Foto Maribor: Photo-alliance/ dpa
    Foto Pila: Stadtverwaltung Pila
    Foto Trebnje: Eleassar