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    CDU und SPD verlieren stark – Schwarz-Grün kann Mehrheit knapp verteidigen

    Landtagswahl 2018 in Hessen:
    Die Wähler haben Union und SPD bei der Landtagswahl in Hessen am Sonntag, 29. Oktober 2018 abgestraft. Die Grünen legen zu, die AfD schafft den Einzug in den Landtag. Schwarz-Grün kann mit hauchdünner Mehrheit weiterregieren. Allerdings hätte das Zweier-Bündnis nur einen einzigen Sitz mehr als die Opposition im Landtag. Möglich sind aber auch andere Konstellationen.Bei der Landtagswahl in Hessen  verloren CDU und SPD dramatisch an Stimmen. Nutznießer sind einmal mehr die Grünen, die das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte in Hessen einfahren konnten. Auch Linke und FDP schafften es klar in den Landtag. Die AfD konnte ihr Wahlergebnis mehr als verdoppeln.
     
    Trotz der großen Verluste wurde die CDU am Sonntag mit 27,0 Prozent der Stimmen eindeutig stärkste Kraft. Die SPD stürzte auf 19,8 Prozent ab und liegt damit gleichauf mit den Grünen, die sich auf ebenfalls 19,8 Prozent steigerten. Die AfD zog mit 13,1 Prozent erstmals in den hessischen Landtag ein und ist damit in allen 16 Landesparlamenten vertreten. Die FDP kam auf 7,5 Prozent, die Linke auf 6,3 Prozent.Der hessische Landtag wird künftig wegen zahlreicher Überhang- und Ausgleichsmandate 137 Abgeordnete haben, bisher waren es 110. Die CDU hat künftig 40 Sitze, der bisherige Koalitionspartner Grüne und die SPD jeweils 29 Sitze. Die AfD erreicht 19 Sitze, die FDP 11, die Linke 9. Damit kämen CDU und Grüne damit auf die notwendige Mehrheit, um ihr Bündnis fortzusetzen.
     
    Volker Bouffier (CDU) kündigte Gespräche mit allen Parteien außer Linken und AfD über eine Regierung an. Er hatte sich zuletzt offen für Jamaika gezeigt, die Grünen waren zurückhaltender, die Liberalen warben offen dafür. Grüne und FDP in Hessen haben allerdings unter anderem in der Energiepolitik und beim Ökolandbau Differenzen.
     
    Vier Koalitionen in Hessen denkbar – auch eine ohne die CDU
    Neben der bisherigen schwarz-grünen Landesregierung sind in Hessen laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auch noch drei weitere Koalitionen rechnerisch möglich. Während CDU und Grüne zusammen nur auf einen hauchdünnen Vorsprung von 69 zu 68 Sitzen im künftigen hessischen Landtag kommen, hätte eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP eine komfortable Mehrheit von insgeamt 80 der 137 Sitze. Ebenfalls möglich wären auch eine Große Koalition aus CDU und SPD, die ebenfalls wie das schwarz-grüne Bündnis auf 69 Mandate käme. Auch eine Regierung ohne die CDU ist theoretisch möglich, wenn sich SPD, Grüne und FDP zu einer Ampelkoalition zusammenschließen würden. Sie hätte ebenfalls 69 Abgeordnete.
    Die Parteien haben keinen Zeitdruck, um ein Regierungsbündnis zu schmieden. Die Wahlperiode des bisherigen Landtags endet erst am 17. Januar 2019, einen Tag später tritt laut Landesverfassung der neue Landtag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Üblicherweise wählen die Abgeordneten dann den Ministerpräsidenten. Können sie das wegen fehlender Mehrheiten nicht, führt die bisherige Landesregierung “die laufenden Geschäfte” weiter, wie die Verfassung bestimmt. Die Regierung wäre damit nur noch geschäftsführend im Amt.

    Tarek Al-Wazir (Grüne) und Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU)
     
    Große bundespolitische Auswirkungen
    Die Wahlen in Hessen hatten auch eine enorme bundespolitische Bedeutung.
    Auf Bundesebene geraten die Parteichefinnen von CDU und SPD, Kanzlerin Angela Merkel und Andrea Nahles, nach der zweiten Wahlschlappe binnen zwei Wochen nun noch stärker unter Druck. In beiden Parteien rumort es.Forscher machten für den Einbruch von CDU und SPD vor allem auch bundespolitische Gründe verantwortlich. Nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen konnten die Parteien vor Ort nur bedingt mit politischen Leistungen, Spitzenpersonal oder Sachkompetenz überzeugen. Laut Infratest dimap verlor die CDU besonders an den bisherigen Grünen-Koalitionspartner viele Stimmen.
    Frankfurt am Main
    Frankfurt ist bei den Landtagswahlen grün geworden. Die Grünen kommen auf 26,1 Prozent und sind somit stärkste Kraft in der Stadt. Die CDU erzielt 22,8 Prozent. Die SPD liegt mit 18,4 Prozent auf dem dritten Platz. Die Linke holt 10,5 Prozent der Stimmen, die FDP 8,1 Prozent und die AfD 9 Prozent.

    Quelle: Wikipedia, T-online.de

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